Rezept zum Glücklich sein

Heute, am 20.03., ist Weltglückstag! Der Internationale Tag des Glücks wurde 2012 von den Vereinten Nationen beschlossen. Er soll betonen, dass subjektives Wohlbefinden und Glück viel umfassender sind, als nur materieller Wohlstand oder Gesundheit.


Aber was braucht es denn eigentlich, um glücklich zu sein?


Martin Seligman, für mich ein großes Vorbild und Mitbegründer der Positiven Psychologie, entwickelte 2011 eine "Theory of Well-being". In dieser definiert er fünf Faktoren, die einen Menschen glücklich machen und aufblühen lassen. Diese Faktoren wurden mehrfach wissenschaftlich bestätigt.

Es gibt also ein wissenschaftlich belegtes "Glücksrezept", das aus fünf Zutaten besteht. Diese lassen sich laut Seligman unter dem PERMA-Modell zusammenfassen. PERMA ist ein englisches Akronym und steht für:


  • Positive emotions

  • Engagement

  • Relationships

  • Meaning

  • Accompishment


Aus diesen Zutaten kann man selbst einen richtig guten Glückskuchen backen. Bevor ich beschreibe, wie man an diese Zutaten kommt, möchte ich eines noch los werden: es ist sehr unrealistisch zu erwarten, im Leben immer glücklich zu sein und stets nach dem ultimativen Glück zu streben. Denn das macht - genau - unglücklich! Ich möchte mit diesem Blogbeitrag jedoch sensibilisieren, dass wir viel mehr Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden haben, als wir denken.

 

Glücksrezept: Anleitung & Zutaten

So geht's:

  1. Alle Zutaten sind im alltäglichen Leben zu finden

  2. Es besteht unbeschränkter Zugang zu allen Zutaten

  3. Die Dosis der einzelnen Zutaten kann individuell variiert werden

  4. Besteht von einer Zutat zu wenig, kann sie auch durch eine andere kompensiert werden

  5. Die einzelnen Zutaten lösen keine Probleme. Sie helfen allerdings bei deren Bewältigung.

 

1. Zutat: Positive Emotionen (positive emotions)


Das "P" in PERMA steht für positive Emotionen. Und davon kann man gar nicht genug haben! Denn während uns negative Emotionen scheinbar wie von selbst "zufliegen", müssen wir für positive Emotionen schon ein bisschen mehr tun. Und das lohnt sich! Denn positive Emotionen...

  • machen uns kreativer, offener und handlungsfähiger

  • stärken unsere intellektuellen und sozialen Kompetenzen

  • fördern unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden

  • und das alles führt wiederum zu noch mehr positiven Emotionen

Mit folgenden zwei Glückstipps können positive Emotionen bewusster und vermehrt im Alltag gespürt werden:


 

2. Zutat: Engagement

Weiter geht es mit dem "E" im PERMA-Glücksrezept. Mit Engagement wird ein Zustand beschrieben, in dem man vollkommen in einer Tätigkeit aufgeht. Wir vergessen dabei Raum und Zeit, sind konzentrierter, produktiver und vor allem: glücklich. Ich spreche vom "FLOW-Zustand.


Folgende Bedingungen müssen zutreffen, damit man in den Flow kommt:

  • die eigenen STÄRKEN kommen zum Einsatz

  • es ist HERAUSFORDERND

  • es ist BEWÄLTIGBAR

Ich selbst bin sehr kreativ und neugierig, weshalb ich am besten beim Lernen einer neuen Tanz-Choreo, beim Malen oder beim Ausarbeiten neuer Konzepte für meine Arbeit in den FLOW komme.


Wie man seine eigenen Stärken herausfindet und den FLOW-Zustand begünstigen kann, beschreibe ich in den Glückstipps 3+4:


 

3. Zutat: Relationships (Soziale Beziehungen)

Das "R" im PERMA-Glücksrezept steht für "relationships" und beschreibt die vermutlich wichtigste Glückszutat: soziale Beziehungen. Zahlreiche Studien beweisen eindrücklich, wie uns soziale Eingebundenheit vor Krankheiten schützt, unsere Lebensdauer verlängert sowie erfolgreicher und glücklicher macht. Umgekehrt macht Einsamkeit (bitte nicht mit bewusst gewähltem Rückzug verwechseln) nachweislich krank.


Verbundenheit mit anderen Menschen zu spüren, ist wohl das Schönste, was dieses Leben zu bieten hat. Dabei sollte man sich immer fragen:

  • In welche Beziehungen will ich meine Zeit und Energie investieren?

  • Wie oft ergreife ich wirklich die Initiative und nehme mir bewusst (!) Zeit für meine Liebsten?

Wie kann man das Gefühl der sozialen Eingebundenheit nun fördern? Im Glückstipp Nr. 5 "Wege in die Verbundenheit" habe ich einige Möglichkeiten zusammengefasst:


 

4. Zutat: Meaning (Sinnempfinden)

"Wer ein WARUM zu leben hat, erträgt fast jedes WIE"

(Friedrich Nietzsche / Viktor E. Frankl)


"M" steht für "meaning". Menschen, die einen hohen Sinn in ihrem Leben sehen, sind nicht nur glücklicher und gesünder, sondern auch in der Corona-Krise resistenter (Schnell & Krampe, 2020).


Aber was ist denn nun der Sinn des Lebens? Und muss sich jeder auf die Suche danach machen, um glücklich zu sein? Nein! Es kann sogar unglücklich machen, ständig dem "Sinn" oder "wahren Glück" hinterher zu laufen.


Viel ratsamer ist es, in dieser oft so stressigen Zeit inne zu halten und sich mit sich Selbst und seinen eigenen Werten und Zielen zu beschäftigen. Denn wie oben stehendes Zitat besagt: Mit dem Warum findet man auch zum Wie.


In meinem Glückstipp Nr. 6 stelle ich "Fragen, die Sinn machen". Daraus können Werte & Bedürfnisse sowie kleine Routinen und klare Ziele abgeleitet werden.


 

5. Zutat: Accomplishment (Erfolg + Ziele)

Mit „A“ für Accomplishment beschreibt Seligman seine letzte Glückszutat im PERMA-Modell: Erfolgserfahrungen machen glücklich. Es ist mir jedoch wichtig zu betonen, dass es hier NICHT um den Erfolg selbst bzw. alleine geht.


Ein Ziel zu verfolgen und zu erreichen macht wahrlich glücklich, wenn...

  • es den eigenen Werten entspricht

  • es zum Wohlbefinden beiträgt

  • auch kleine Schritte gesetzt und gefeiert werden

  • Misserfolge als Teil des Weges mit einberechnet werden


Eine kleine Anleitung dafür gibt Glückstipp Nr. 7. In diesem zeige ich, wie man in „3 Schritten zu einem gesunden Ziel“ kommt.


 

Auf los geht's los...

...viel Spaß beim Ausprobieren der Glückstipps! :-)

26 Ansichten0 Kommentare